Unser Netzwerk

Der generationenübergreifende Austausch ist eines der wesentlichen Merkmale und Vorteile des Lebens in unserer Studentenverbindung. Der Umgang mit älteren Mitgliedern ermöglicht einen Erfahrungsaustausch, wie er unter Studenten allein nicht möglich wäre. Die ganz persönlichen Lebensgeschichten und Laufbahnen der „Alten Herren“ können wichtige Ratgeber bei der eigenen Karriereplanung sein und schärfen den Blick für die wirklich wichtigen Bestandteile des fachlichen Kanons sowie die eigenen Talente.
Dieses bewusst auf gegenseitige Unterstützung angelegte Prinzip kommt am ehesten im Lebensbundprinzip zum Ausdruck. Dieses ist eine grundlegende und die wahrscheinlich bekannteste Eigenschaft von Studentenverbindungen. Der Name sagt im Grunde schon das Wichtigste: Die Mitgliedschaft in unserer Verbindung endet nicht mit dem Studium, sondern geht über dessen Grenzen hinaus.
Lebensbund bedeutet freundschaftliche Verbundenheit über Generationen hinweg. Persönliche Anteilnahme und Hilfestellung untereinander, unabhängig vom Alter.

„Welche Studien-Schwerpunkte bieten sich an?“, „Was ist derzeitig gefragt am Arbeitsmarkt?“, „Wo absolviere ich Praktika?“, „Wer hat gute Kontakte ins Ausland und kann mich beraten“ – Diese und hundert ähnliche Fragen haben sich viele Studenten schon vor Dir gestellt. Warum nicht von Erfahrungen profitieren? Es gibt immer einen Ansprechpartner, der gern mit Dir über derartige Themen plaudert und Dich vor möglichen Fehlern warnt, indem er Dir mit seinen eigenen Studienerfahrungen und solchen aus seinem Berufsleben weiter hilft.

Auch unabhängig vom fachlichen Gesichtspunkt ist der freundschaftliche Umgang mit den älteren Bundesbrüdern hilfreich und prägend. Der ständige persönliche Kontakt zu Menschen, die ihr Studium bereits abgeschlossen haben und voll im Berufsleben stehen, macht den Umgang mit dem Professor in der Sprechstunde, dem Personalmann beim Bewerbungsgespräch oder dem zukünftigen Chef wesentlich entspannter und souveräner. Ein Plus an Erfahrung, das in vielen Situationen entscheidend sein kann.

Nicht zu vergessen sind faszinierende Gespräche mit den ältesten der Alten Herren – manchmal jenseits der Neunzig – die aus ihrem häufig recht bewegten Leben erzählen. Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, den eigenen Großvater etwas besser gekannt zu haben? Wie hat er das erlebt und empfunden, was heute von Menschen doziert wird, welche selbst meist nur aus Büchern davon wissen? Ich kann aus eigener Erfahrung aufgrund vieler Erlebnisse sagen, dass dieses Verhältnis keine Einbahnstraße ist. Das Verbindungsleben hält jung, und es gibt einige Anekdoten über unsere Alten Herren, welche das eindrucksvoll bestätigen.

Natürlich kann Unterstützung, welche im Studium, unter anderem in Form von Tipps und Ratschlägen, sehr konkret und praktisch ausfällt, in unserer heutigen Konkurrenzgesellschaft nicht überschätzt werden. Am Ende sind es häufig auch sehr kleine Dinge, welche sehr große Wirkung haben.
Für Studenten, die sich durch Leistung empfehlen, bieten die Pflüger und der Rote Verband ein Netzwerk an Beziehungen, welche beispielsweise auch bei der Suche nach Praktika wichtig sein können. Unterstützung findet man ebenso bezüglich Stipendien oder Auslandssemestern.
Vorteilhaft ist des Weiteren die Möglichkeit zinsloser Darlehen, welche beispielsweise für universtitätsexterne Kurse genutzt werden können.
Dieses Prinzip der gegenseitigen Unterstützung zeigt sich darüber hinaus im Rahmen des bereits kurz erwähnten Roten Verbands. Dieser ist unser Freundschafts-Kartell, das aus sechs Burschenschaften zusammengesetzt ist und diesen gestattet, gemeinsam auch größere Projekte, wie z.B. Vortragsveranstaltungen renommierter Referenten, oder umfangreicher Workshops zu verwirklichen. Die Möglichkeiten sind vielfältig, und werden in jeder erdenklichen Form genutzt.

Auch über das Studium hinaus bieten sich viele Vorteile. Zu erwähnen ist vor allem die Möglichkeit der kostenlosen Übernachtung bei weiteren befreundeten Verbindungen in Universitätsstädten, wie z.B. Berlin, Köln, Bonn, Göttingen, Marburg, Hamburg oder München.

Durch im Regelfall immer vorhandene, gemeinsame Interessen der Mietglieder entwickeln sich häufig Freundschaften, welche ein Leben lang dauern und unter anderem auch, aber nicht nur auf Veranstaltungen,  wie dem jährlichen Pflüger-Golfturnier oder einem Pflüger-Segeltörn gepflegt werden.

Das hat für junge Studenten natürlich viele Vorteile. Angefangen von Fragen zum Studienort und zur Universität im Allgemeinen, über fachspezifische Probleme bis hin zu ganz persönlichen „Wehwehchen“ werden Erfahrungen gerne ausgetauscht und man steht sich mit Rat und Tat zur Seite.

BILD

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